Sportradar verzeichnete im zweiten Quartal 2026 einen Nettoverlust von 4 Mio. €, was dem Gewinn von 49 Mio. € im gleichen Vorjahreszeitraum gegenübersteht. Das Sporttechnologie-Unternehmen führte diese finanzielle Entwicklung auf „nicht realisierte Währungsschwankungen“ im Zusammenhang mit in US-Dollar bezifferten Sportrechten zurück.
Trotz des Nettoverlusts blieben die operativen Kennzahlen positiv. Der Gesamtumsatz belief sich auf 378 Mio. €, was einem Anstieg von 19 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, während das bereinigte EBITDA um denselben Prozentsatz auf 76 Mio. € stieg. Im Finanzbericht wird darauf hingewiesen, dass die starken operativen Ergebnisse durch einen Währungsverlust von 9 Mio. € aufgewogen wurden, verglichen mit einem Gewinn von 54 Mio. € im zweiten Quartal 2025. Weitere Abzüge umfassten Abfindungskosten und reduzierte Einkommenssteuern.
Leistung nach Divisionen und Regionen
Das Wachstum verteilte sich auf die wichtigsten Geschäftsbereiche. Die Division Betting Technology and Solutions erzielte 313,6 Mio. €, ein Plus von 21 %, während der Bereich Sports Content, Technology and Services mit 64,2 Mio. € einen Anstieg von 9 % verzeichnete. Betting and Gaming Content wuchs um 27 %, angetrieben durch die Integration von IMG Arena und neue Kundenvereinbarungen.
Regional stieg der Umsatz außerhalb der USA um 20 % auf 276 Mio. €, während der US-Umsatz um 16 % auf 101,8 Mio. € anstieg.
Das Unternehmen wies darauf hin, dass die Einnahmen aus Managed Betting Services stabil blieben, da höhere Handelsmargen niedrigere Plattformumsätze ausglich. Zu den jüngsten strategischen Schritten zählen eine Partnerschaft mit dem Vorhersagemarktbetreiber Kalshi und die Einführung von Playradar, dem igaming-Sparte des Unternehmens.